Europa erleben: Das Bergstraßen-Gymnasium zu Gast in Gandía
Sonntag (Anreise –Gandía Strand)
Der Sonntag stand zunächst ganz im Zeichen der Anreise per Flugzeug ab Frankfurt und Bus ab dem Flughafen in Valencia, doch sobald wir unsere Betten im Hotel „Hugo Beach“ in Gandía, das etwa 70 Autominuten südlich von Valencia liegt, bezogen hatten, konnten wir uns in der näheren Umgebung zu Fuß umschauen. Unser Hotel lag nur etwa 800 m vom „Platja de Gandía“, dem langen Sandstrand der Stadt, entfernt.
Eines der Highlights unserer Reise nach Gandía war daher ohne Zweifel der Strand, den wir mehrmals besuchen konnten. Dabei hat uns das warme Wetter in der Region Ende September sehr geholfen. Die meisten Teilnehmer unserer Reise haben die Gelegenheit genutzt, um im warmen und ruhigen Mittelmeer schwimmen und baden zu gehen. Aber auch diejenigen, die nicht im Meer waren, hatten am Strand eine gute Zeit, indem sie die bezaubernde Atmosphäre an der Strandpromenade genossen haben, ein wenig im warmen Sand ausgeruht oder die Geschäfte, Eisdielen oder Restaurants besucht haben. Der Strand hatte eine wichtige Bedeutung für uns und wir hatten viel Glück eine Unterkunft in unmittelbarer Nähe zu haben.
(Jan O.S:, Tai D., Emil W. und Phil Z.)
Montag (Schule – Rundgang Gandía)
Am Montagmorgen lernten wir nach etwa 30-minütiger Fahrt mit dem Stadtbus ins Zentrum von Gandía dann zum ersten Mal spanische Schüler unserer Gastschule während einer Kennenlernaktivität kennen und wurden von den verantwortlichen Lehrern freundlich bei einem kleinen Frühstück in der Cafeteria begrüßt. In der halbstündigen Pause auf dem großen Schulhof der IES María Enriquez, die 1300 Schüler besuchen, war es spannend zu beobachten, wie spanische Schüler ihre Pausen verbringen: es wurde geplaudert, gegessen, und z.B. Basketball, Volleyball oder Fußball gespielt.
Die Konrektorin Frau Lucía Défez Sánchez und ihr Kollege Mario López Jiménez unternahmen mit uns in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang durch das fast vollständig ausgetrocknete Flußbett des Flusses Serpis und gaben uns spannende Eindrücke in die klimatischen Veränderungen in der Region in den letzten Jahren und die Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Gefahr von Überschwemmungen, denen die Region immer wieder und zuletzt 2024 heftig zum Opfer fällt und fiel, abzumildern.
Nach einem Fototermin im Rathaus bei der Bürgermeisterin, zeigten Lucía und Mario uns zudem noch den Palau Ducal del Borja, den Palast des Herzogs von Gandía, den wir beschlossen am Freitag spontan auch noch zu besuchen.
Dienstag (Schule – Valencia per Fahrrad)
Am Dienstagmorgen waren wir in der Schule in Gandía. Nachdem wir uns einige Präsentationen zu kulturellen Themen, die Schüler im Englischunterricht vorbereitet hatten, angehört hatten sind wir mit dem Zug nach Valencia gefahren. Dort haben wir eine geführte Radtour durch den sogenannten Jardín del Turia gemacht. Dieser hat 1957 eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung einer Flut gespielt. Er liegt im ausgetrockneten Flußbett des Turia und ist über 9 Kilometer lang. Es war spannend zu sehen, wie diese „grüne Lunge“ das Leben der Menschen beeinflusst. Auf der Radtour sind wir z.B. auch am berühmten Spielplatz, dem Parc Gulliver, vorbeigekommen und haben gesehen, dass die Bewohner der Stadt zum Entspannen oder um Sport zu treiben in den Jardín del Turia kommen. Ein zentraler Punkt für die Auszeichnung Valencias als „Green City 2024“ war unter anderem die Bemühung um Lebensqualität und z.B. nachhaltige Mobilität, die wir ja durch das weitläufige Radnetz der Stadt hautnah erleben konnten. Es hat sehr viel Spaß gemacht Valencia mit dem Rad zu erkunden!
Auf der Hälfte der Strecke waren wir am Strand und haben dort eine Pause gemacht. Außerdem sind wir auf dem Weg dorthin am Palau de les Artes Reina Sofía vorbeigekommen. Es war ein beeindruckender Anblick. Nach der englischsprachigen Radtour, deren Höhepunkt neben dem Jardín del Turia die Pause an der beeindruckenden Kulisse der Ciudad de las Ciencias y Artes (Stadt der Wissenschaft und Künste) war, hatten wir in Valencia noch kurz Zeit für Erledigungen, ehe wir mit dem Zug wieder zurück nach Gandía gefahren sind. Insgesamt war es ein toller und ereignisreicher Tag!
(Stella M. und Mira A.)
Am Mittwoch, 23.09.2026 in der Mitte unseres Aufenthaltes in Spanien, fuhren wir von Gandía nach Valencia und hatten das große Vergnügen, das Oceanográfic - das größte Aquarium Europas mit über 45.000 Tieren - zu besuchen. Unsere kleine, aber sehr interessierte Gruppe, teilte sich auf, um die riesige Anlage zu erkunden. Highlight der Tour war der 70 Meter lange Glastunnel, in dem man mehrere „Räuber der Meere“, viele verschiedene Haie, z.B. Bullenhaie, bewundern konnte. Das Oceanográfic ist weiterhin bekannt für seine Belugas, die ebenfalls große Begeisterung hervorriefen. Ach ja, und natürlich durften die Schüler sowie auch die Lehrer einer, meiner Meinung nach, der besten und auch wohl der größten Delfinshows der Welt beiwohnen. Doch auch andere faszinierende Tiere, zu viele, um sie hier alle aufzuzählen, ließen sich bewundern, weshalb das Oceanográfic auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Also, falls Sie mal in Valencia sind, in und um die Ciudad de las Ciencias y las Artes können Sie viele schöne Stunden erleben. Während einige Schüler noch länger an diesem faszinierenden Ort verblieben, fuhr der größte Teil unserer Gruppe in das ebenfalls sehr schöne, weniger nasse Zentrum der Stadt, wo man anscheinend ganz vorzüglich shoppen kann – habe ich mir sagen lassen 😉.
Nach einem langen Tag, von dem wirklich jeder unserer Gruppe etwas mitnehmen konnte, machten wir uns auf den Rückweg in unser trautes Hotel.
(Emil N. und Simon S.)
Als wir am Nachmittag in Kleingruppen in der Innenstadt von Valencia unterwegs waren, hatten wir ein paar Stunden Zeit, um Shoppen zu gehen und uns die beeindruckende Architektur der Stadt anzuschauen. Viele von uns probierten außerdem die Paella, beispielweise auf dem Mercat Central – der großen Markthalle – im Zentrum der Stadt. Dieses berühmte Reisgericht mit Safran kommt aus Valencia und enthält in seiner ursprünglichen Form Kaninchen- und Hähnchenfleisch sowie grüne Bohnen. Es gibt sie natürlich auch in anderen Varianten.
Unser Highlight des Tages war dennoch das Oceanogràfic, weil wir dort so viele verschiedene Tiere aus nächster Nähe sehen konnten und es einfach richtig beeindruckend war.
(Johanna K. und Emmy M.)
Donnerstag (Schule – Naturpark Albufera)
Am Donnerstag gingen wir zunächst wie jeden Morgen zum Frühstück um’s Eck in die Cafetería „Roxy“, wo uns die sehr freundlichen Mitarbeiterinnen landestypisches Frühstück (belegte Brote mit Olivenöl und Käse oder Schinken- bocadillos con queso o jamón y aceite de oliva mit einem Saft dazu - jugo de naranja/ melocotón o piña – Orangen-,Pfirsich- oder Ananassaft) serviert haben. Ein guter Start in den Tag!
Anschließend fuhren wir mir dem Bis zur Schule. Dort arbeiteten wir gemeinsam mit den spanischen Schülern an einem Konzept für eine nachhaltige „Schule der Zukunft“ und bereiteten uns zudem inhaltlich auf unseren Aufenthalt im Albufera Naturpark vor.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Zentrum von Gandía ging es am Nachmittag auf eine Bustour zum Albufera Naturpark, der sich südlich von Valencia erstreckt und sogar aus dem Flugzeug für einige von uns gut sichtbar war.
Vor und während der Fahrt erhielten wir in dem kleinen Dorf El Palmar interessante Informationen über den Naturpark, seinen Wandel im Laufe der Jahre und seine Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht und den Lebensraum für Menschen und Tiere. Wir hofften viele Tiere zu sehen, konnten aber leider nur wenige entdecken. Während der Bootstour sahen wir auch die ursprünglichen Landhäuser der Bauern und Fischer in der Huerta de Valencia, sogenannte „Barracas“, die heutzutage meistens restauriert wurden und dann touristisch genutzt oder für Feste gebucht werden. Das Erlebnis auf einer Art „Insel“ in dem großen Wasserreservoir zu sein war eine spannende neue Erfahrung.
(Anabel V. und Fasei R.)
Freitag (Schule -Schulgarten/Show Cooking- Bio-Zitrusplantage)
Am Freitag waren wir morgens zum Abschluss erneut in der Schule, wo wir in der Pause nette Mädchen, die dort in die Schule gehen kennengelernt haben, und über den anstehenden Austausch nach Deutschland geredet haben. Wie wir erfahren haben, werden einige von ihnen am Gegenbesuch im Dezember teilnehmen dürfen, was uns sehr freut.
Der Biolehrer hat uns zudem einen interessanten Einblick in die Nachhaltigkeitsprojekte gegeben, die die Schule bereits umsetzt wie z.B. „waschbares Brotpapier“, um die Menge an Aluminium, in das die Brote bis dahin hauptsächlich eingewickelt wurden, zu reduzieren. Das Außenklassenzimmer, das aus den Stämmen zweier der Flut zum Opfer gefallenen Palmen entstanden ist, war ebenfalls eine sehr gute Idee. Im Schulgarten und anschließend als Vorbereitung auf den Nachmittag haben wir über ökologische Landwirtschaft gesprochen.
Am späteren Vormittag sind wir noch in den Palast des Herzogen Gandias gegangen, und haben uns verschiedene mit Gold verzierte Räume angeschaut, was sehr beeindruckend war.
Zum Mittagessen hatte unsere Partnerschule dann ein Show-Cooking für uns vorbereitet. Es wurde “ Fideuà de Gandia”, eine Art Paella, die anstelle von Reis aber mit Nudeln gekocht wird, serviert.
Nach dem Essen sind wir auf eine Bio-Zitrusplantage nach Carcaixent – 45 min in Richtung Valencia - gefahren. Wir wurden sehr nett von Jesús und seiner Frau Isabel begrüßt. Die beiden betreiben die Plantage seit 16 Jahren. Wir haben viel über verschiedene Zitrussorten gelernt, u.a. dass weltweit über 1.500 Sorten existieren. Außerdem durften wir einige Sorten auch selber probieren. Diese waren meistens sehr sauer, es gab aber auch süßliche Früchte wie die ersten Orangen der (Vor-)Saison. Danach haben wir noch eine Führung über das Gelände mit spannenden Details zum Anbau der Früchte und der Wasserversorgung der Plantage bekommen. Wir durften zudem den Hund des Ehepaars kennenlernen, der uns freudig begrüßt hat.
Zum Schluss haben viele in dem kleinen Laden des Ehepaars Marmelade und/oder Honig als Souvenirs gekauft. Es war ein sehr schöner Tag!
(Frida K. und Carla F.)
