Vortrag von Ben Salomo gegen Antisemitismus

Am 13. Januar hörte die K2 einen Vortrag von Ben Salomo, seines Zeichens Initiator der Battle-Rap Reihe „Rap am Mittwoch“, die auf YouTube mehrere hundertausende Abonnenten und in die Millionen gehende Klickzahlen hat.

Er berichtete von seinen Erfahrungen als Jude in Berlin allgemein und in der deutschen Rapszene im Besonderen und schilderte eindrücklich antisemitische Anfeindungen, die er schon mit 11 Jahren zum ersten Mal erleben musste. Sein Ausstieg aus der Rapszene aufgrund des wachsenden und deutlich ausgewiesenen Antisemitismus ihrer Protagonisten beschrieb er als den traurigen Kulminationspunkt dieser Erfahrungen.

Mit anschaulichen Beispielen konnte er die Bestimmung von Antisemitismus, dass dieser das „Gerücht über die Juden“ sei (Adorno), dem Publikum näherbringen. Wie der Mechanismus, mit dem Gerüchte und Lügen die Wahrheit überflügeln, auch im Alltag der nicht-jüdischen Schülerinnen und Schülern präsent ist, verdeutlichte Ben Salomo mit zahlreichen Beispielen und Geschichten aus dem Schulalltag.

In der Fragerunde nach dem Vortrag wurden von den Schülerinnen und Schülern einige spannende und kontroverse Fragen aufgeworfen, z.B. inwiefern schwarzer Humor in diesem Kontext noch vertretbar sei, welche Rolle der Nahost-Konflikt beim Thema Antisemitismus spielt oder warum es so schwierig ist, in der Rapszene gegen Antisemitismus anzugehen.

Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten zeigten sich anschließend sehr beeindruckt vom Auftreten und dem Vortrag von Ben Salomo. In einer ersten Feedbackrunde äußerten sich die Schülerinnen und Schüler wertschätzend. „Dass solch ein bekannter Musikproduzent zu uns an die Schule kommt und uns einen Einblick in die uns recht nahestehende Musikszene bzw. Jugendkultur gibt und dabei authentisch von sich und seinen negativen Erfahrungen berichtet hat, wirkt nach“, so Paul Adam.

So kann sich Herr Baumgärtner als Organisator der Veranstaltung bestätigt fühlen, einen weiteren erfolgreichen Baustein im Kampf gegen Antisemitismus, dem sich das Bergstraßen-Gymnasium mit mehreren Aktionen im Verlauf des Schuljahres verschrieben hat, beigetragen zu haben. Ein Dank geht auch an Herrn Lohrbächer, Vorsitzender des Vereins der ehemaligen Hemsbacher Synagoge, für sein Engagement rund um den Vortrag.